20.08.2010
Armutszeugnis für Althusmann
Grüne fordern Konsequenzen aus dem Bildungsmonitor
"Die Ergebnisse des neuen Bildungsmonitors sind wieder mal ein verheerendes Armutszeugnis, darüber können auch die Beschönigungsversuche von Kultusminister Althusmann nicht hinwegtäuschen", kommentierte Stefanie Henneke, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen, die Veröffentlichung des Berichts der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft am Freitag (heute) in Hannover. Schnelle Abschlüsse allein seien kein Maßstab für Qualität, gerade hier hinke das Land aber weiter hinterher.
Die Studie zeige unter anderem auf, dass in Niedersachsen besonders viele Schülerinnen und Schüler pro Pädagoge zu betreuen sind. "Es wird am falschen Ende gespart, wenn nicht genügend Lehrerinnen und Lehrer und weiteres pädagogisches Fachpersonal zur Verfügung stehen", so die Landesvorsitzende. "Der bevorstehende Rückgang der SchülerInnenzahlen muss genutzt werden, um dieses Missverhältnis zu beseitigen." Seit Jahren schneide Niedersachsen zudem besonders schlecht ab, wenn man die Erfolge von Kindern aus bildungsfernen Schichten und die Abiturientenquote betrachte. "Das ist ein Auswuchs der überkommenen Selektionsideologie in der Bildungspolitik von Schwarz-Gelb", bewertete Henneke die Zahlen.
Außerdem könnte sich der Minister die derzeit hochkochenden Debatten über Abschulung sparen, wenn er sich endlich davon verabschieden würde, 10-jährige Kinder zu klassifizieren und auf unterschiedliche Schulformen zu verteilen. Stattdessen sollte Althusmann lieber mehr Anstrengungen darauf verwenden, die Chancen für Kinder mit Migrationshintergrund zu verbessern, schlug die Grünen-Politikerin vor. In diesem Bereich steht Niedersachsen nach den Ergebnissen des Bildungsmonitors ebenfalls schlecht da. Der schleppende Ausbau der Kinderbetreuung wirke insbesondere bei der Integration kontraproduktiv. "Wir fordern die Landesregierung auf, die Kommunen hier besser zu unterstützen. Symbolische Handlungen wie die Berufung einer türkischstämmigen Ministerin sind noch keine erfolgreiche Integrationspolitik", so Henneke.
3.06.2010
Schulpolitik in Niedersachsen: Note ungenügend!
Soziale Herkunft ist in Niedersachsen weiterhin der Schlüssel zum Erfolg
"Passend zur heutigen Zeugnisausgabe erteilen wir der Landesregierung für ihre Schulpolitik die Note ungenügend", kommentierte Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, am Mittwoch (heute) in Hannover den heute vorgestellten Länder-Schulleistungsvergleich. "Das wundert wenig, da der neue Kultusminister Althusmann die schlechte Politik seiner Vorgängerin fortsetzt!"
Der Test belege erneut die unakzeptable Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. In Niedersachsen haben Akademikerkinder im Vergleich zu Facharbeiterkindern eine 5,8 mal so große Chance, ein Gymnasium zu besuchen. Auch sei der Leistungsunterschied zwischen Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund nicht hinnehmbar.
"Das mehrgliedrige Schulsystem hat ausgedient", folgerte Henneke. "Das Aufteilen der Kinder mag der Spitzenförderung dienen, wie das Abschneiden Bayerns und Baden-Württembergs zeigt, doch in der Breite versagt das System. Auch in Hinblick auf die demografische Entwicklung können wir es uns nicht leisten, so viele Kinder abzuhängen." Die niedersächsischen Grünen fordern daher die Landesregierung auf, endlich ihren ideologisch motivierten Kampf gegen die Gesamtschulen zu beenden und den Bildungsbereich von allen Sparmaßnahmen auszunehmen.
04.06.2010
Letzte Ausfahrt Schloss Bellevue?
Atom, Bildung, Haushalt und Soziales – Wulffs niedersächsischer Scherbenhaufen
Gemeinsame Erklärung von Stefanie Henneke, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Niedersachsen und Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag:
Persönlich wünschen wir Christian Wulff für seinen weiteren beruflichen Lebensweg Glück. Politisch kann seine Nominierung für das Amt des Bundespräsidenten keinesfalls als glückliche Entscheidung bewertet werden. Dass die Auswahl auf ihn fiel, ist einzig und allein partei- und koalitionsinternen Erwägungen geschuldet. Die großen Herausforderungen der Klima-, Finanz- und Haushaltskrise erfordern jedoch gesellschaftliche Verständigung, die auch in der Besetzung des höchsten Amtes im Staate abgebildet sein sollten.
In Niedersachsen müssen Wulffs Pläne als Flucht erscheinen. Für CDU und FDP sind die fetten Jahre vorbei. Die Probleme in der Atompolitik, in der Bildung und im Sozialbereich türmen sich zu einem Scherbenhaufen. Gegen alle Versprechen und Umdeutungsversuche war der scheidende Ministerpräsident schon vor Jahren zum Schuldenkönig aufgestiegen. Die jetzt anstehenden Haushaltsentscheidungen werden das Land in eine geradezu ruinöse Lage treiben.
Zudem hat Wulff mit der Aufkündigung des Atomkonsens den Treibsatz für die Beschleunigung der gesellschaftlichen Spaltung gelegt. Das Landeshaus ist schlecht bestellt. Das kann keine Empfehlung für den Einzug ins Schloss Bellevue sein. Zu Recht fragen sich die politischen Beobachter, mit welchen herausragenden politischen Qualitäten eine Präsidentschaft des bisherigen niedersächsischen Regierungschefs zu begründen wäre. Die einzige, die dafür spontan einfällt, ist die Tatsache, dass Wulff nicht zum Rücktritt neigt.
31.05.2010
Statement der Landesvorsitzenden zum Rücktritt von Horst Köhler
Zum Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler erklären Stefanie Henneke und Anja Piel, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Der Rücktritt des Bundespräsidenten, als Reaktion auf die berechtigte Kritik an seinen unglücklichen Äußerungen zu militärischen Einsätzen im Zusammenhang mit der Vertretung deutscher Interessen im Ausland, ist auch für uns überraschend. Für diese Entscheidung zollen wir ihm unseren Respekt. Wir hätten es begrüßt, wenn er statt dessen den Mut gehabt hätte, seine umstritten Äußerungen zurückzunehmen.
Gleichwohl kennzeichnet dieser Rücktritt nach der verlorenen NRW-Wahl auch das frühe Ende der schwarz-gelben Ära: Schwarz-Gelb endet, ehe es richtig begonnen hat. Es ist der Regierungskoalition nicht gelungen, Aufbruchsstimmung zu erzeugen. Die Ersten verlassen bereits den schlingernden Kahn – Koch hat den Anfang gemacht, Köhler folgt."
29.04.2010
Gute Arbeit - Mehr und fair!
GRÜNE zum 1. Mai: Mindestlohn, Sozialer Arbeitsmarkt und faire Bedingungen für Zeitarbeit
Die Landesvorsitzende der niedersächsischen Grünen Stefanie Henneke und die arbeitsmarktpolitische Sprecherin im Bundestag Brigitte Pothmer haben den schwarz-gelben Regierungen in Berlin und Hannover einen "arbeitsmarktpolitischen Blindflug" vorgeworfen. In einer Erklärung zum diesjährigen Tag der Arbeit am 1. Mai fordern die Grünen-Politikerinnen den flächendeckenden Mindestlohn, faire Bedingungen für die Zeitarbeit und die Einrichtung eines Sozialen Arbeitsmarktes. "CDU und FDP verfahren nach dem Motto: Wer hat, dem wird gegeben!", heißt es in der Erklärung. "Wir setzen dagegen auf nachhaltiges, solidarisches und gerechtes Wirtschaften mit dem Green New Deal, der für bis zu einer Million neuer Jobs bei den Erneuerbaren Energien sowie im Bildungs- und Sozialbereich sorgen kann."
Die Erklärung im vollen Wortlaut:
Gute Arbeit - Mehr und fair
In Deutschland fehlen fünf Millionen Jobs, mehr als 6,5 Millionen Beschäftigte müssen für Billiglöhne arbeiten und die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander.
Die Krise ist noch lange nicht überwunden. Kurzarbeit hat zwar bisher geholfen Arbeitsplätze zu erhalten, aber die Verlängerung dieser Maßnahmen reicht nicht, um den deutschen Arbeitsmarkt fit für die Zukunft zu machen und für gute Arbeit zu sorgen.
Die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung löst diese Probleme nicht, im Gegenteil:
- Schwarz-Gelb verhindert den flächendeckenden Mindestlohn - Damit bleibt Lohndumping auf der Tagesordnung.
- Schwarz-Gelb ist gegen eine stärkere Regulierung der Zeitarbeit - Deshalb können Unternehmen Stammarbeitsplätze durch billige Leiharbeit ersetzen.
- Schwarz-Gelb will die Bedingungen für befristete Beschäftigung erleichtern - So wird der Einstieg in einen normalen Job immer schwieriger.
- Schwarz-Gelb wird die Arbeitslosenversicherung für Selbstständige um ein Vielfaches verteuern - Diesen Schutz werden sich dann viele Solo-Selbstständige nicht mehr leisten können.
- Und Schwarz-Gelb senkt die Steuern für Besserverdienende und arbeitet an der Einführung der Kopfpauschale zur Finanzierung des Gesundheitssystems.
Schwarz-Gelbe heißt: Wer hat, dem wird gegeben - Die Zeche dafür zahlen Geringverdiener und Arbeitslose!
Grüne Politik setzt dagegen auf neue zukunftsfähige Arbeitsplätze zu fairen Bedingungen, die Entlastung kleiner Einkommen, mehr Aus- und Weiterbildung gegen den Fachkräftemangel und steht ein für mehr Rechte und Unterstützung für Arbeitssuchende. Grüne Politik setzt auf den Green New Deal und ist solidarisch und gerecht.
Wir fordern:
- Investitionen in eine Million neue Arbeitsplätze in den Zukunftsbranchen Umwelt, Betreuung, Bildung, Gesundheit und Pflege.
- Den Mindestlohn ohne Wenn und Aber für alle Beschäftigten, damit Lohndumping in Deutschland endlich der Garaus gemacht wird.
- Eine Entlastung kleiner Einkommen durch abgesenkte Sozialabgaben auf Einkommen von weniger als 2.000 Euro im Monat nach dem grünen Progressiv-Modell.
- Für die Zeitarbeit gleichen Lohn für gleiche Arbeit, eine "Risikoprämie" für Zeitarbeiter und einen Mindestlohn für die verleihfreien Zeiten.
- Ausbildungsplätze für alle Jugendlichen durch zusätzliche überbetriebliche Lehrstellen und bessere Weiterbildungsmöglichkeiten bei Beschäftigung, während Kurzarbeit und bei Arbeitslosigkeit.
- Mehr Sicherheit für Solo-Selbstständige und andere atypisch Arbeitende, damit Mut und Flexibilität belohnt und nicht bestraft wird.
- Einen Sozialen Arbeitsmarkt, damit Langzeitarbeitslose auf freiwilliger Basis und gerecht entlohnt sinnstiftende und zusätzliche Beschäftigung finden.
- Eine Anhebung der ALG-II-Regelsätze auf 420 Euro und mehr Rechte für Arbeitssuchende, ein kompetentes Fallmanagement und keine Sanktionen, bis es eine echte Balance zwischen Fördern und Fordern gibt.
17.03.2010
Bundestag räubert weiter in Gemeindekassen!
"Mitten in der Krise lassen Union und FDP die Kommunen auf den gestiegenen Kosten der Arbeitslosigkeit sitzen", wertete Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute (Mittwoch) in Hannover das Ergebnis der gestrigen namentlichen Abstimmung des Bundestages zur Finanzierung der Kosten der Unterkunft.
Seit langem sei bekannt, dass aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung die Arbeitslosigkeit und die Zahl der ALG-II Beziehenden weiter wachsen. Außerdem würden seit Jahren die Heizkosten steigen. "Die daraus resultierenden finanziellen Mehrbelastungen von insgesamt rund. 1,8 Milliarden Euro müssen die inzwischen teilweise bitterarmen Kommunen allein schultern, der Bundestag verweigerte gestern jegliche Beteiligung. Dieser Beschluss treibt unsere Landkreise und Kommunen weiter ins finanzielle Abseits", kritisierte die Landesvorsitzende. "Ich rate allen Bürgerinnen und Bürgern, sich über das Abstimmungsverhalten ihrer heimischen Abgeordneten zu informieren, die zuhause unter Krokodilstränen die Löcher in den Gemeindekassen beklagen und sich in Berlin einer zwingend erforderlichen Reform der Gemeindefinanzen verweigern", schloss Henneke.
08.02.2010
Hilfe aus einer Hand statt getrennter Aufgabenwahrnehmung
Henneke: Schlappe für Bundesarbeitsministerin von der Leyen
"Ein hoffnungsvolles Signal für die Langzeitarbeitslosen" kommentierte Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute (Montag) in Hannover das Einlenken der CDU in Sachen Jobcenter. Es sei erfreulich, dass die Union sich nach einem Krisentreffen überraschend von der Rückkehr zur getrennten Aufgabenwahrnehmung, wie sie im Koalitionsvertrag vorgesehen war, verabschiedet. Auch wenn die Details der erforderlichen Verfassungsänderung zunächst noch verhandelt werden müssten. "Es bleibt zu hoffen, dass die Unionsfraktion im Bundestag diese Lösung im Sinne aller Betroffenen nicht wieder torpediert", so Henneke.
"Die Bundestagsfraktion der Grünen hat im Dezember hierzu entsprechende Gesetzesentwürfe eingebracht, die nun die Grundlage für eine Entscheidung im Bundestag bilden und zügig beraten werden können", empfahl die Landeschefin. Da alle den Bestand der Jobcenter und die Ausweitung der Optionslösung wollen, sieht Stefanie Henneke nun die Möglichkeit, für die Betroffenen, die beteiligten Institutionen aber auch für die Beschäftigten in den Jobcentern zu einer raschen Lösung zu kommen. "Dass die Änderung des Grundgesetzes erst auf Intervention der CDU-Landeschefs möglich wird, ist eine Schlappe für die Bundesarbeitsministerin", bewertete Henneke. "Von der Leyen hatte bis zuletzt an ihrem Modell einer getrennten Aufgabenwahrnehmung festgehalten und muss diese nun auf den Müllhaufen der Geschichte werfen."
26.01.2010
Ökologisch – basisdemokratisch – sozial – gewaltfrei
30 Jahre Grün mit Leidenschaft – 30 Jahre Grüne in Niedersachsen
Mit einem symbolischen Umzug "von der Straße in das Parlament" erinnerten die niedersächsischen Grünen mit historischen Plakaten und Bannern an ihr 30-jähriges Bestehen. "Tatsächlich sind die Themen aus unseren Gründungstagen brandaktuell", stellte Dorothea Steiner, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute (Dienstag) in Hannover fest. "Ein Blick auf unsere Wahlplakate der letzten 30 Jahre belegt das."
Seit damals stehen die Grünen für die Grundsätze 'ökologisch, basisdemokratisch, sozial und gewaltfrei'. "Wir haben viel erreicht und uns immer kritisch und konstruktiv mit der Realität auseinandergesetzt", ergänzte Steiners Co-Vorsitzende Stefanie Henneke. Grüne Ideen, Konzepte und Lebensweisen würden heute nicht mehr als Öko-Spinnertum abgetan, sondern seien in breiten Teilen der Gesellschaft angekommen.
Auch zukünftig werden sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für mehr Gerechtigkeit in der Bildung, einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und den Umstieg auf erneuerbare Energien einsetzen. "Gerade in der Atompolitik stehen uns heftige Auseinandersetzungen mit der Atomindustrie und der schwarz-gelben Koalition in Berlin bevor. Wir Grünen werden sowohl parlamentarisch als auch mit zahlreichen Aktionen auf der Straße Druck gegen den Rückzug aus dem Ausstieg machen", kündigte Steiner vehementen Widerstand an. Denn: "Der Kampf gegen Atomkraft war vor über 30 Jahren ein entscheidender Gründungsimpuls für unsere Partei. Wir werden nicht hinnehmen, wenn Union und FDP versuchen, das Rad der Zeit zurückzudrehen", stimmte Henneke zu.
22.01.2010
Nachhaltige Wirtschafts- und Verkehrspolitik sieht anders aus!
Grüne fordern endgültiges Aus für Y-Trasse
Als "verkehrs- und klimapolitischen Wahnsinn" bezeichnete Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute (Freitag) in Hannover die Ankündigung, die Y-Trasse zwischen Hannover, Bremen und Hamburg doch zu realisieren. "Die Y-Trasse nützt der Hafenhinterlandanbindung gar nichts", erläuterte Henneke. Um Engpässe zu vermeiden brauche man kurzfristig umsetzbare und effiziente Ausbau- und Ertüchtigungsmaßnahmen im bestehenden Schienennetz. "Auf die Fertigstellung der Y-Trasse würde man 12 bis 15 Jahre warten, eine umfassende Anbindung der Häfen brauchen wir aber schon wesentlich früher", so die Grünen-Politikerin.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern den vorrangigen Ausbau bestehender Strecken, wie beispielsweise den zweigleisigen elektrifizierten Ausbau der Strecke Rotenburg–Verden und der Amerikalinie Landwedel-Uelzen-Stendal. Zur Ergänzung müssten auch nicht bundeseigene Bahnstrecken in die Ausbaupläne einbezogen werden, um schnellstmöglich mehr Kapazitäten auf Niedersachsens Schienen zu schaffen. "Wider besseren Wissens, auf dem Rücken der Bevölkerung in der betroffenen Region entlang der Trasse und gegen jede umweltpolitische Vernunft halten Schwarz-Gelb in Land und Bund an einem überflüssigen und überteuerten Prestige-Projekt fest. Nachhaltige Wirtschafts- und Verkehrspolitik sieht anders aus!" erklärte Henneke abschließend.
11.12.2009
Bachelor-Reförmchen greift zu kurz
Große Versprechungen sind nichts als leere Worthülsen!
"Die Kultusministerkonferenz ist ein zahnloser Tiger! Sie hat einmal mehr gezeigt, dass diese freiwillige Zusammenarbeit der Minister keine wegweisenden Ergebnisse bringt", bewertete Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, heute (Freitag) in Hannover die Ergebnisse der gestrigen Kultusministerkonferenz.
"Die Kultusminister tun jetzt so, als wären sie auf die Forderungen der Studentinnen und Studenten eingegangen, dabei haben sie lediglich an wenigen kleinen Stellschrauben gedreht", so Henneke. Das Bachelor- und Master-System müsse jedoch grundsätzlich reformiert werden. Die Kultusminister müssten jetzt die Forderungen der Bildungsstreikenden ernst nehmen und unter anderem die Lehrinhalte grundlegend überarbeiten, forderte die Landesvorsitzende. "Der Versuch, die Studierenden mit diesem "Reförmchen" ruhig zu stellen, ist eine Farce. Sie haben nach wie vor die besten Gründe, ihre Proteste fortzusetzen."
Die vergangenen Jahre seien für die Hochschulpolitik verlorene Jahre gewesen. Mehrere Genrerationen von Studierenden seien in einem unausgereiften System verschlissen worden. "Nun haben die Kultusminister erneut bewiesen, dass sie nicht in der Lage sind, gute Hochschulpolitik zu machen, die den Anforderungen von Studierenden, aber auch denen von Lehre, Wissenschaft und Wirtschaft gerecht wird." Die Rahmenbedingungen für Lehre und Studium müssten vom Bund gesetzt werden, gerade auch um die gewünschte Mobilität der Studierenden zu ermöglichen, forderte Henneke. Bisher sei es für Studierende nicht einmal innerhalb eines Bundeslandes möglich, ohne Weiteres die (Fach-)Hochschule zu wechseln.
01.12.2009
Innenministerkonferenz ist am Zug!
Grüne fordern verbesserte Bleiberechtsregelung
Die niedersächsischen Grünen fordern Innenminister Schünemann dazu auf, sich auf der in dieser Woche in Bremen stattfindenden Innenministerkonferenz gegen die Rückführung von Roma in den Kosovo und für eine humanitäre Flüchtlingspolitik einzusetzen. "Massenabschiebungen von Roma-Flüchtlingen in den Kosovo sind nicht hinnehmbar. Nach wie vor ist dort der Schutz von Minderheiten, zu denen auch die Roma zählen, nicht gewährleistet", erläuterte die Landesvorsitzende, Stefanie Henneke, heute (Dienstag) in Hannover.
Allein in Niedersachsen leben zurzeit etwa 5.000 Roma, die aufgrund des geltenden Bleiberechtes ausreisepflichtig sind. Ihre Kinder wurden teilweise hier geboren und sind hier aufgewachsen. Trotzdem werden Integrationsleistungen wie zum Beispiel Sprach- und Ausbildungsförderung seit Jahren verwehrt. "Wer Flüchtlingen durch kaltherzige Politik gar nicht erst die Möglichkeit eröffnet, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern, darf nicht genau dieses zur Voraussetzung machen, in Deutschland bleiben zu dürfen, kritisiert Henneke.
"Wir fordern die IMK auf, die Bleiberechtsregelung nicht nur zu verlängern, sondern sie um humanitäre Gesichtspunkte im Rahmen einer Sozialklausel zu ergänzen", so die Landesvorsitzende. "Langjährig geduldeten Roma-Flüchtlingen muss endlich ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zugestanden werden!"
16.11.2009
Druck machen für bessere Bildung!
Grüne unterstützen bundesweiten Bildungsstreik und rufen zur Teilnahme an den Protestaktionen auf
Am vergangenen Wochenende haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen im Rahmen des Landesparteitages in Osnabrück einstimmig eine Resolution verabschiedet, mit der sie die bundesweiten Protestaktionen der Studentinnen und Studenten unterstützen.
"Wir Grüne fordern mehr Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem und setzen uns für die Abschaffung der Studiengebühren ein. Es kann nicht sein, dass die Bildungschancen einzelner noch immer vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Wir streiten daher mit den Studierenden für eine bessere Bildungspolitik", sagte die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen, Stefanie Henneke, heute (Montag) in Hannover.
Die Grünen solidarisieren sich mit den friedlichen Protestaktionen der Studentinnen und Studenten und rufen zur Teilnahme an den Bildungsdemonstrationen in Hannover am Dienstag, den 17.11.09, auf. "Es ist wichtig, dass viele Menschen auf die Straße gehen, um deutlich zu zeigen, dass CDU und FDP mit ihrer verfehlten Bildungspolitik keine gesellschaftlichen Mehrheiten hinter sich haben", so Henneke.
22.10.2009
Die Enttarnung beginnt
Steuergeschenke sollen aus Abfall- und Abwassergebühren finanziert werden
Die zukünftige Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP erwägt offenbar die Umsatzsteuerpflicht für kommunale Unternehmen. Da kommunale Unternehmen kostendeckend kalkulieren müssen, werden sie die Umsatzsteuer an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben müssen. Das bedeutet zwischen 12 und 20 Prozent Mehrkosten bei den Abfall- und Abwassergebühren.
"Mit dieser Taschendiebaktivität soll ein Teil der unseriösen Steuergeschenke von FDP und CSU gedeckt werden, die sich die neue Bundesregierung angesichts der Finanz- und Haushaltslage überhaupt nicht leisten kann", kommentierte Stefanie Henneke, Landesvorsitzende der niedersächsischen Grünen, die aus der Koalitionsrunde stammende Nachricht heute (Donnerstag) in Hannover. Es gehe um ein Gesamtvolumen von rund 4 Milliarden Euro, die den Bürgerinnen und Bürgern aus der Tasche gezogen werden sollen, um sie anschließend als Steuererleichterung zu verschenken. "Höhere Gebühren für kommunale Leistungen treffen alle, von Steuererleichterung profitieren insbesondere Gutverdiener und Unternehmen. Den Schwarzen Peter wollen die schwarz-gelben Koalitionäre den Kommunen zuschieben, die die berechtigte Wut der Bürgerinnen und Bürger über steigende Gebühren zuvorderst treffen wird", Henneke weiter. Man solle aber nicht den Überbringer schlechter Nachrichten, sondern den Verursacher bestrafen.
"Das ist nur ein Vorgeschmack auf das, was uns mit dem neoliberalen Kurs von Schwarz-Gelb in den kommenden Jahren noch bevor steht", ist sich die Grünen-Politikerin sicher. Das von vornherein aufgrund der Haushaltslage unseriöse Versprechen von Steuererleichterungen versuchen Merkel, Westerwelle und Seehofer nun mit undurchsichtigen Maßnahmen durchzudrücken. "Wer neue Schulden in Schattenhaushalten versteckt und Steuergeschenke für die eigene Klientel durch Gebührenerhöhungen für die Allgemeinheit finanziert, hat seine Glaubwürdigkeit schon vor dem offiziellem Amtsantritt verspielt", erklärte Henneke abschließend.
08.10.2009
Kampf gegen Kinderarmut sieht anders aus
Erhöhung von Kindergeld und Freibeträgen ist ein Paradebeispiel für schwarz-gelbe Klientelpolitik
Mit einer Erhöhung des Kindergeldes und der Kinderfreibeträge will die zukünftige Regierung aus CDU/CSU und FDP im Bund Familien entlasten. "Der warme Geldregen für Familien geht am tatsächlichen Bedarf vorbei" kritisiert die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Niedersachsen Stefanie Henneke heute (Donnerstag) in Hannover. Die Maßnahmen, auf die sich die zukünftigen Koalitionäre verständigt haben, kommen vor allem Besserverdienenden zugute. Geringverdiener werden durch Freibeträge nicht entlastet und Empfänger von Transferleistungen bekommen die Kindergelderhöhung durch die damit einhergehende Leistungskürzung überhaupt nicht zu spüren. "Kampf gegen Kinderarmut sieht anders aus!" so Henneke. In Zeiten leerer Kassen müsse zielgerichtet investiert werden, das pauschale Verteilen von Geldern mit der Gießkanne sei der falsche Weg, um Familien zu entlasten. Vielmehr sei es notwendig, in den Ausbau der Bildungsinfrastruktur zu investieren und die Qualität der Angebote zu verbessern, betont die Landesvorsitzende.
Ministerpräsident Christian Wulff hatte erst vor kurzem festgestellt, dass zusätzliche Mittel für den Ausbau der Krippen in Niedersachsen notwendig sind, da viele Kommunen finanziell überfordert seien. "Gerade Niedersachsen hat einen enormen Nachholbedarf und muss in den kommenden Jahren massiv investieren, um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz sicherstellen zu können", erklärt Stefanie Henneke. "Wenn man das Geld in Krippen- und Kitaplätze, zusätzliche Fachkräfte und in Ganztagsschulen investiert, kann man sicher sein, dass es wirklich bei den Kindern ankommt."
Christian Wulff verspiele seine Glaubwürdigkeit, wenn er einerseits mehr Geld für den Infrastrukturausbau fordert, aber andererseits in den Koalitionsverhandlungen das Geld ausgibt, um Kindergeld und Freibeträge zu erhöhen. "Dieser Vorschlag ist ein Paradebeispiel für schwarz-gelbe Klientelpolitik. Es geht offensichtlich nicht um die Kinder, um bessere Bildung und Integration, sondern darum, Besserverdienende zu entlasten, während diejenigen, die es am nötigsten haben, hinten runter fallen", erklärt Henneke abschließend.
14.08.2009
Umdenken in der Schulpolitik unumgänglich!
Kultusministerin nimmt 100 GRÜNE Schultüten für eine bessere Schule in Niedersachsen in Empfang
Der Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat der Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann heute (Freitag) 100 GRÜNE Schultüten mit Ideen für eine bessere Schule überreicht und ihr seine Hilfe bei deren Umsetzung angeboten. "Es kann nicht sein, dass eine durchschnittliche Unterrichtsversorgung von immer noch unter 100 Prozent – in Berufsschulen sogar von nur 80 Prozent – als Erfolg gefeiert werden! In Niedersachsens Schulpolitik muss endlich ein generelles Umdenken erfolgen", forderte Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende.
Skandinavische Länder würden beispielsweise seit Jahrzehnten zeigen, wie eine bessere Schule aussehen kann: "Trotzdem wird in Deutschland nach wie vor krampfhaft an antiquierten Schulmodellen aus dem vorletzten Jahrhundert festegehalten. Das mehrgliedrige Schulsystem hat ausgedient", sind sich die beiden Landesvorsitzenden Dorothea Steiner und Stefanie Henneke einig. Die von Frau Heister-Neumann letzte Woche vorgestellten Zahlen sprächen für sich: Die SchülerInnenzahlen an Hauptschulen sind allein im letzten Jahr um über sieben Prozent gesunken, mehr als 60 Prozent der Hauptschulen sind nicht einmal mehr zweizügig!
Spätestens jetzt müsse alle klar sein, dass das mehrgliedrige Schulsystem keine gesellschaftliche Akzeptanz habe. "Die insgesamt sinkenden SchülerInnenzahlen machen das gemeinsame Lernen gerade in ländlichen Gebieten zur einzigen Alternative, um Schulstandorte zu erhalten. Diesen Herausforderungen zu begegnen bedarf es neuer Konzepte", ergänzte Henneke.
10.08.2009
Bildungspolitische Bankrotterklärung der Landesregierung
Politische Diskussionen in Schulen zulassen – gerade vor der Wahl!
Vier Wochen vor der Bundestagswahl soll offenbar unter dem Deckmantel der Wahrung politischer Neutralität in Niedersachsens Schulen keine politische Bildung mehr stattfinden. Das Kultusministerium hat dem Stadtjugendring Göttingen eine Veranstaltungsreihe untersagt, mit der Begründung, dass die Schulen in dieser Frage nicht mehr eigenverantwortlich entscheiden können. "Gerade die direkte Konfrontation mit Politik und Personen, die zur Wahl stehen, ist für Erstwählerinnen und Erstwähler wichtig und oftmals ein Auslöser wählen zu gehen", sagte Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Montag (heute) in Hannover.
In den Schulen habe man die einmalige Chance, Jugendlichen die Bedeutung von Wahlen für die Demokratie zu vermitteln. "Es ist vor dem Hintergrund sinkender Wahlbeteiligung gänzlich unverständlich, warum die Schulen nun vor der Bundestagswahl nicht als Veranstaltungsort für politische Diskussionen genutzt werden sollen – so lange diese nicht parteipolitisch gefärbt sind", so die Grünen-Politikerin. Welchen geringen Stellenwert politische Bildung für die Landesregierung hat, zeigte sich bereits bei der Abschaffung der Landeszentrale für politische Bildung im Jahre 2004. "Das fadenscheinige Verbot des Kultusministeriums ist eine Bankrotterklärung in Bezug auf politische Bildung aber auch in Sachen Eigenverantwortliche Schule. Offenbar sollen Niedersachsens Schulen nur dann eigenverantwortlich entscheiden, wenn es politisch erwünscht ist.
"Demokratie lebt von der Diskussion und vom Mitmachen. Die niedersächsischen Grünen fordern Elisabeth Heister-Neumann auf, Jugendliche endlich wie mündige Bürger zu behandeln und politische Diskussionen erst recht vor der Wahl zuzulassen". Nur so könne man Politik- und Parteienverdrossenheit entgegenwirken. "Ich wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung gerade bei jungen Menschen, deren Interessen in einer alternden Gesellschaft nur allzu selten gehört werden", erklärte Stefanie Henneke abschließend.
25.06.2009
Zukunftsland Niedersachsen von gestern!
Niedersachsen bei der frühkindlichen Betreuung bundesweit auf letztem Platz
"Ministerpräsident Christian Wulff wiederholt gebetsmühlenartig, Bildung sei die Zukunft unseres Landes, lässt dem aber keine Taten folgen. Das Zukunftsland Niedersachsen existiert nur in der Phantasie der niedersächsischen CDU", kritisierte Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Donnerstag (heute) in Hannover. Bei der frühkindlichen Bildung ist Niedersachsen Schlusslicht, wie der 'Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2009' der Bertelsmann Stiftung darlegt.
"Mit einem Betreuungsangebot für nur 9,2 Prozent aller Kinder unter 3 Jahren liegt Niedersachsen weit unter dem westdeutschen Durchschnitt von 12,2 Prozent und Lichtjahre vom Ziel entfernt, in 2013 den Rechtsanspruch für jedes Kind umsetzen zu können", stellte Henneke fest. Der Vergleich mit unserem Nachbarland Sachsen-Anhalt zeige, dass ein solcher Rechtsanspruch der richtige Weg sei, möglichst allen Kindern gleiche Chancen von Anfang an zu bieten. Dort besuchten 65 Prozent der einjährigen Kinder entsprechende Betreuungsangebote, während die Zahl in Niedersachsen mit 7 Prozent beschämend gering sei. "Die Verlautbarungen der Landesregierung zum Ausbau der Kinderbetreuung sind nichts als hohle Worte. Der Beschluss, die Gebührenfreiheit nicht realisieren zu wollen, macht klar: Chancengleichheit bei frühkindlicher Bildung wird vom Jungvater Wulff offensichtlich unter ferner liefen verbucht", so die Landesvorsitzende.
Nicht nur bei der Quantität, auch bei der Qualität ist Niedersachsen Schlusslicht. Im Vergleich zum westdeutschen Durchschnitt mit 1.400 EUR (im Osten sind es sogar über 2.200 EUR) werden hierzulande pro Kind unter zehn Jahren nur knapp 1.100 Euro investiert. Die Studie bestätigt, dass der Betreuungsschlüssel ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist. "Es ist völlig unverständlich, dass sich Landesregierung und Große Koalition in Berlin auf Investitionen in Beton beschränken, denn tatsächlich brauchen wir wesentlich mehr Geld für Personal in der Kinderbetreuung. Während die OECD uns mehr als 5 Millionen Arbeitslose prognostiziert, verschenken wir ein enormes Potenzial. Hier müssen Arbeitsplätze geschaffen werden, die sich doppelt auszahlen: Mehr Beschäftigung auf der einen Seite und qualitative wie quantitative Verbesserungen bei der frühkindlichen Bildung auf der anderen Seite", forderte Henneke.
23.06.2009
CDU bricht Wahlversprechen ohne mit der Wimper zu zucken!
Grüne fordern Rücknahme des Kürzungsbeschlusses
"Schon wieder bricht die Landesregierung ein Wahlversprechen – dieses Mal zu Lasten der Kleinsten", bewertete Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Dienstag (heute) die Haushaltsklausur der Landesregierung. Die ersten beiden Kita-Jahre sollen nun doch nicht, wie im Regierungsprogramm der CDU versprochen, beitragsfrei gemacht werden. "Kürzungen in diesem Bereich sind geradezu zynisch, wenn Herr Wulff im gleichen Atemzug behauptet, dass die Zukunft des Landes in Bildung und Forschung läge!"
"CDU und FDP wollen weitere Steuersenkungen ins Wahlprogramm schreiben, obwohl die Konjunkturpakete bereits eine Reduzierung der Steuereinnahmen nach sich zogen. Da muss man sich nicht wundern, wenn dann kein Geld für Bildung übrig bleibt", kritisiert die Landesvorsitzende. Die Kommunen Niedersachsens haben allein in diesem Jahr mit Steuermindereinnahmen in Höhe von 456 Millionen Euro zu rechnen, 2010 sogar mit 718 Millionen Euro.
"Offensichtlich ist eine fortschrittliche Familienpolitik in der CDU noch nicht so verankert, wie uns die symbolische Politik von Frau von der Leyen glauben lassen will. Sonst wäre dieser Bereich nicht der erste, in dem gekürzt werden soll. Die Prioritäten sind deutlich, wenn die Landesregierung so mit der 'Zukunft unseres Landes' umgeht", bemängelt Henneke. Bildung – auch die frühkindliche – müsse für alle zugänglich sein, fordert die Grünen-Politikerin.
16.06.2009
Turbo-Beschluss über Turbo-Abi
Grüne: "Landesregierung missachtet Mehrheitswillen der Bevölkerung!"
Mit einer beispiellosen Dreistigkeit hat die schwarz-gelbe Landesregierung heute die Schulgesetznovelle verabschiedet. "Die Ignoranz, mit der CDU und FDP der lang anhaltenden Protestwelle gegen die eigene Politik begegnen, ist skandalös", bewertet Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, den heutigen Beschluss. Sie vermutet, die Gesetzesnovelle sei so schnell wie möglich durchgepeitscht worden, um die Gegner mundtot zu machen. "Selbst der Widerstand aus den eigenen Reihen konnte diesen ideologisch verbohrten Beschluss nicht verhindern!"
Dass Union und FDP für Gesamtschulen nichts übrig hätten, sei hinlänglich bekannt, aber dass sie diese Schulform so massiv bekämpften, markiere eine neue Qualität im Feldzug gegen die Gesamtschulen. "Stattdessen hält die Landesregierung lieber an ihrer verstaubten Selektionslogik fest. Sie verschließt sich nicht nur dem Elternwillen, sondern auch allen weltweit anerkannten Erfolgen von Gesamtschulen, die es – zumindest bisher – auch in Niedersachsen gibt", kritisiert die Landesvorsitzende. Dies alles wird mit dem Turbo-Abi vernichtet! "Es ist erschreckend, dass gerade das Kultusministerium sich gänzlich lern- und beratungsresistent zeigt", wundert sich die Grünen-Politikerin.
"Frau Heister-Neumann und das von ihr geführte Bildungsministerium fallen in letzter Zeit nur noch durch geballte Inkompetenz auf. Da bringt auch der teure Austausch eines Staatssekretärs nichts. Der Fisch stinkt vom Kopf", bringt es Henneke auf den Punkt.
12.06.2009
Gegen den schwarz-gelben Schulhorror auf die Straße gehen!
Grüne unterstützen Bildungsdemo am kommenden Mittwoch
Unter dem Motto "Stoppt den schwarz-gelben Schulhorror" ruft der niedersächsische Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Teilnahme an der Demonstration im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreikes am Mittwoch, den 17.06.09, am Klagesmarkt auf. "Wir Grüne fordern mehr Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem. Wir streiten für eine bessere Bildungspolitik und begrüßen daher die geplanten Aktionen", erläutert die Landesvorsitzende Stefanie Henneke.
"Die durch die schwarz-gelbe Schulpolitik hervorgerufenen Proteste werden seit Monaten auf skandalöse Art und Weise ignoriert", erbost sich Henneke. Die falschen Konzepte von Kultusministerin Heister-Neumann ließen sich nicht durch einen Austausch des Staatssekretärs korrigieren. "Frau Heister-Neumann ist die eigentliche Schulversagerin! Wer Gesamtschulen massiv bekämpft und eine ausreichende Unterrichtsversorgung nicht gewährleisten kann, trotzdem aber an dem eingeschlagenen Kurs festhält, regiert auf Kosten der Kinder", fährt die Landesvorsitzende fort.
Die Grünen rufen dazu auf, der Landesregierung mit der Demonstration erneut zu zeigen, dass sie mit ihrer Bildungspolitik auf massiven Widerstand in der Bevölkerung stößt. "Das selbstherrliche Verhalten, das die schwarz-gelben Landespolitiker derzeit an den Tag legen, wird ihnen auf die Füße fallen. Wir hoffen, dass die Demonstration am Mittwoch ein großer Erfolg wird und viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Gruppen sich den SchülerInnen und Studierenden anschließen", schließt Stefanie Henneke.
08.06.2008
Europa wird grüner!
Grüne werden als drittstärkste Kraft im Parteienspektrum bestätigt
"Mit 12,5 Prozent haben wir Grüne in Niedersachsen das ohnehin schon sehr gute bundesweite grüne Ergebnis von 12,1 Prozent übertroffen. Auch unser niedersächsisches Ergebnis von vor fünf Jahren konnten wir nochmals toppen. Damit sind wir sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene drittstärkste Kraft im Parteienspektrum", bewertete Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Montag (heute) zufrieden die Wahlergebnisse der Europawahl.
"Wir Grüne holen auch im ländlichen Raum auf", stellte Dorothea Steiner, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Niedersachsen, fest. "Wir sind die eindeutigen Gewinner dieser Europawahl!" Dabei hob sie hervor, dass die Grünen im Landkreis Lüchow-Dannenberg, Heimat der Spitzenkandidatin Rebecca Harms, mit 29,9 Prozent (2004: 26,8 Prozent) nunmehr zweitstärkste Partei sind. Als Begründung für das gute Abschneiden ihrer Partei führten Henneke und Steiner die konsequente Ausrichtung des Wahlkampfes auf europapolitische Themen an. "Die Grünen bekennen sich klar zu Europa und betreiben eine glaubwürdige Europapolitik, die nicht nur auf Wahlkampfzeiten beschränkt ist." Auch habe sich die konsequente Anti-Atom- und Klimapolitik klar ausgezahlt, so Steiner.
Neben Rebecca Harms zieht Jan Philipp Albrecht aus Wolfenbüttel für die niedersächsischen Grünen in das europäische Parlament. Die Landesvorsitzenden dankten den beiden niedersächsischen SpitzenkandidatInnen für ihren couragierten Wahlkampf. "Wir werden die guten Ergebnisse als Rückwind für die nächsten anstehenden Wahlen nutzen", schließt Henneke.
02.06.2009
Gemeinsam den schwarz-gelben Bildungshorror umzingeln!
Grüner Landesvorstand tritt geschlossen dem evgn bei
"Mit der heutigen Umzingelungsaktion führen wir der Landesregierung nochmals den breiten Widerstand gegen die ignorante und unsinnige Schulpolitik vor Augen", erläuterte Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Dienstag (heute). Der Vorstand der niedersächsischen Grünen trat am Rande der Aktion geschlossen dem Elternverband für Gesamtschulen Niedersachsen (evgn) bei.
Zur symbolischen Übergabe der Beitritterklärung traf sich der Landesvorstand mit dem Vorstandmitglied Burkhard Witte vom evgn, um die Mitgliedschaft zu besiegeln. Man wolle gerade in der aktuellen Situation den Kampf für Gesamtschulen in Niedersachsen unterstützen. "Wir Grüne fordern schon lange, Kinder und Jugendliche möglichst lange gemeinsam zu unterrichten, statt sie nach der 4. Klasse auseinander zu sortieren", so Henneke. Durch den internationalen Vergleich sei schon lange belegt, dass Gesamtschulen bessere Chancen für alle Kinder eröffnen als unser veraltetes selektierendes Schulsystem.
"Es ist ein Skandal, dass die schwarz-gelbe Landesregierung künstliche Hürden bei der Neugründung von Gesamtschulen errichtet und den beliebten und erfolgreichen existierenden Schulen immer wieder neue Steine in den Weg legt", konstatierte die Landesvorsitzende. Paradebeispiele hierfür seien die schlechtere Unterrichtsversorgung von lediglich 98,5 Prozent oder aber die mit der jüngsten Schulgesetznovelle vorgesehene Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren an den Integrierten Gesamtschulen. "Die Schulpolitik der Landesregierung ist unverantwortlich, und das Engagement der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerschaft und der Eltern verdient hohen Respekt. Es ist dringend notwendig, den schwarz-gelben Schulhorror in Niedersachsen endlich zu stoppen", erklärte Stefanie Henneke abschließend.
26.05.2009
Grüne fordern: Stoppt den schwarz-gelben Schulhorror
'Platz der Göttinger Sieben' wird zum 'Platz der undemokratischen Schulpolitik'
Anlässlich der Anhörung zur Schulgesetznovelle haben die niedersächsischen Grünen am Dienstag (heute) den "Platz der Göttinger Sieben" in den "Platz der undemokratischen Schulpolitik" umbenannt.
"Der Platz der Göttinger Sieben steht für Demokratie und Bürgerbeteiligung, genau dies tritt die schwarz-gelbe Landesregierung durch ihre auf Selektion angelegte Schulpolitik mit Füßen", begründet Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, die heutige Aktion. "Diese beispiellose Ignoranz gegenüber der gesellschaftlichen Mehrheit offenbart das mangelhafte Demokratieverständnis der Landtagsmehrheit", fährt Henneke fort.
Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter forderte die Landesregierung auf, ihrer Schulgesetznovelle zu stoppen: "Wir unterstützten die Forderung von Landeselternrat und Landesschülerrat nach einem Bildungsgipfel, damit Schulpolitik sachorientiert, bedarfsorientiert und zukunftsorientiert und nicht nach schwarz-gelber Ideologie ausgerichtet wird!"
05.05.2009
Niedersächsische Landesregierung auf schulpolitischem Holzweg
GRÜNE rufen zur Teilnahme an der Schul-Demo am 09. Mai in Hannover auf
"Mit dem Beschluss zur Novellierung des Schulgesetzes versuchen die Landtagsfraktionen von CDU und FDP ihren Kritikern Sand in die Augen zu streuen", bewertet Stefanie Henneke, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, den heute vorgelegten Gesetzesentwurf. So lange 13 Jahre zum Abitur an den IGSen nicht die Regel blieben, würde ihr Profil nach wie vor konterkariert.
"Die Aussage der beiden Fraktionsvorsitzenden McAllister und Bode, das geplante neue Schulgesetz würde das Profil des gegliederten Schulwesens schärfen und es um Gesamtschulangebote ergänzen, grenzt geradezu an Volksverdummung. Das ist die nächste Stufe des ideologisch motivierten Feldzuges gegen Gesamtschulen", kritisiert die Landesvorsitzende. Die Landesregierung zeigt sich weiterhin resistent gegen jegliche Erkenntnisse, die im internationalen Vergleich zeigen, dass gemeinsames Lernen für alle Schülerinnen und Schüler ein Gewinn ist. Die Einführung des Turbo-Abis an den IGSen würde diese erfolgreiche und beliebte Schulform zerschlagen. "Das wollen wir verhindern. Das Chaos von G8 an den Gymnasien darf sich nicht wiederholen", fordert Henneke.
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN unterstützen die Proteste der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft gegen die Pläne der Landesregierung. Gerade jetzt ist sei wichtig, dass die Demonstration am kommenden Samstag ein großer Erfolg werde und viele Menschen ihren Unmut über die niedersächsische Schulpolitik Luft machten. "Die Landesregierung ist bei diesem Thema angeschlagen, und der Druck aus der Bevölkerung scheint das letzte Mittel, um CDU und FDP zur Vernunft zu bringen und die IGSen zu retten", so die Grünen-Politikerin.
19.03.2009
Union leitet Ende der Großen Koalition ein
Jobcenter-Reform scheitert zu Lasten Arbeitssuchender, Beschäftigter und Kommunen
"Über ein Jahr Diskussion und am Ende keine Entscheidung – ein weiteres Armutszeugnis der Großen Koalition" kommentiert die niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, Stefanie Henneke, das Scheitern der Reform der Jobcenter.
"Die Betreuung der Arbeitssuchenden aus einer Hand hat sich bewährt, daher muss dies auch in Zukunft möglich sein", so Henneke. Der Kompromissvorschlag, der nun von der Unionsfraktion im Bundestag abgelehnt wurde, wäre für die Kommunen, die Arbeitssuchende nicht als so genannte Optionskommunen eigenständig betreuen, eine Möglichkeit gewesen, die aufgebauten Strukturen zu erhalten. Auf die hierfür notwendige Grundgesetzänderung hatte die Koalition sich bereits verständigt, nun rudert die Union urplötzlich zurück.
"Es ist offensichtlich, dass die Union hier zu Lasten der Arbeitssuchenden, der Beschäftigten in den Jobcentern und der Kommunen machtpolitisch taktiert. Sie hofft auf eine schwarz-gelbe Mehrheit nach der Bundestagswahl, um einen anderen Weg einzuschlagen", macht Henneke die Christdemokraten für das Scheitern einer zeitnahen Lösung verantwortlich. Angesichts steigender Arbeitslosigkeit bräuchten die ARGEN, aber auch den Optionskommunen, schnell eine stabile Perspektive. Der Machtpoker der Union verunsichere die dortigen Mitarbeiter, was die Qualität der Einrichtungen keinesfalls steigern werde, ist sich die Landesvorsitzende der Grünen sicher. "Die Qualifizierung und Vermittlung von Arbeitssuchenden muss aber gerade in der aktuellen Krise oberste Priorität haben", fordert Stefanie Henneke abschließend.
02.03.2009
Setzen: Sechs!
GRÜNE: Landesregierung muss Feldzuggegen Gesamtschulen beenden
Die Kritik an den Entscheidungen der Landesregierung zum schulischen Angebot und zur Unterrichtsversorgung in Niedersachsen reißt nicht ab. "Die Landesregierung muss jetzt ihren Feldzug gegen Gesamtschulen beenden und den Wettbewerb mit dem gegliederten Schulwesen zulassen", fordert die niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Dorothea Steiner.
Noch letzte Woche hatte Ministerpräsident Wulff behauptet, den freien Elternwillen bei der Wahl der Schulform zu akzeptieren. "Mit der geplanten Einführung des Abiturs nach acht Jahren auch für Gesamtschulen wird das frühe Aussieben wie im gegliederten Schulsystem ebenso den Gesamtschule aufgezwungen", kritisiert die grüne Co-Sprecherin Stefanie Henneke. "Die CDU kommt aus ihrer ideologischen Ecke einfach nicht heraus und tritt dabei den SchülerInnen- und Elternwillen mit Füssen".
Kurz vor der letzten Landtagswahl hatte Ministerpräsident Wulff Gesamtschulen als "wettbewerblichen Stachel im Fleisch des gegliederten Bildungswesens" gesehen, in Reaktion auf den Wunsch vieler Eltern, ihren Kinder an Gesamtschulen den Druck des Turboabiturs zu ersparen. "Zwölf neue Gesamtschulen scheinen ihm aber zu viel des Wettbewerbs zu sein, und es wir fleißig über neue Hürden nachgedacht. Wir fordern Herrn Wulff auf, dem Elternwillen endlich gerecht zu werden, statt die Kultusministerin ständig mit neuen Schikanen gegen Gesamtschulen zu beauftragen", so Steiner und Henneke.
19.02.2009
Chancengerechtigkeit durch Bildung
Frühkindliche Bildungsangebote ausbauen und Qualität steigern!
Anlässlich des morgen erstmals begangenen "Welttages der sozialen Gerechtigkeit" fordert die niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Stefanie Henneke von der Landesregierung eine deutliche Verbesserung des Angebotes von Kindertagesstätten.
Niedersachsen bildet bei der Betreuungsquote der unter Dreijährigen mit nur 9,2 Prozent das Schlusslicht in Deutschland. "Um echte Teilhabe zu verwirklichen, brauchen alle Kinder von Anfang an die beste und individuell auf sie zugeschnittene Förderung", so Henneke. Zwar seien viele Kommunen in Niedersachsen auf einem guten Weg die gesetzliche Vorgabe zu erfüllen, spätestens 2013 für jedes Kind ab einem Jahr einen Betreuungsplatz vorzuhalten, doch wies die Landesvorsitzende darauf hin, die Qualität nicht aus dem Auge zu verlieren: "Für die Entwicklung eines jeden Menschen ist eine frühkindliche Förderung entscheidend. Dazu muss vor allem in die Bildungsinfrastruktur, also Krippen, Kitas und Schulen, aber auch in die Qualität der Bildung und Betreuung investiert werden. Hier fehlen der Landesregierung ein Gesamtkonzept sowie klar definierte Standards."
Chancengerechtigkeit sei die Grundvoraussetzung um soziale Gerechtigkeit und "eine Gesellschaft für Alle" verwirklichen zu können. "Bildungsinvestitionen sind nachhaltige Investitionen", betont Henneke. Denn: "Was wir heute in Bildung und Betreuung investieren, ist unser Kapital von morgen! Das hat die Landesregierung wohl noch nicht begriffen."
Der "Welttag der sozialen Gerechtigkeit" soll zu einer weiteren Verstärkung der Anstrengungen der Internationalen Gemeinschaft führen, Armut abzuschaffen, Vollbeschäftigung und würdevolle Arbeitsbedingungen einzuführen sowie Geschlechtergerechtigkeit, sozialen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit für alle zu schaffen.
08.02.2009
Wir haben die Antwort für die Zukunft – und die ist GRÜN!
Niedersachsens GRÜNE stimmen sich für Europa- und Bundestagswahlkampf ein
Die niedersächsischen GRÜNEN haben an diesem Wochenende auf der Landesdelegierten-
konferenz in Winsen/Luhe einen neuen Landesvorstand gewählt und sich für die bevorstehenden Wahlkämpfe eingestimmt.
Dorothea Steiner aus Osnabrück und die Sykerin Stefanie Henneke bilden die neue Parteispitze der GRÜNEN in Niedersachsen. Als stellvertretende Vorsitzende wählten die 144 Delegierten Anja Piel aus Hessisch Oldendorf und Hahle Badrnejad-Hahn aus Hildesheim. Der Hannoveraner Jan Haude ist neuer Schatzmeister. "Mit dem neuen Landesvorstand sind wir gut aufgestellt für das Wahljahr 2009", kommentierten Steiner und Henneke das Wahlergebnis.
In ihren europa- und bundespolitischen Beiträgen warben die Grünen-Spitzenkandidatinnen der nächsten Wahlkämpfe Rebecca Harms und Renate Künast dafür, die momentane Wirtschaftskrise als Chance für ein Umdenken zu nutzen. "Konsequenter Klimaschutz und nachhaltige Entwicklungen müssen das Ziel sein", so Harms. Die nächsten Wahlen werden über die Zukunft der genutzten Energieformen entscheiden. Beide forderten, den Atomausstieg in Deutschland keinesfalls aufzugeben: "Die Asse macht klar, dass der Ausstieg aus der Atomenergie sein muss", betonte Künast.
In der aktuelle Stunde zur Landespolitik forderte Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Landtagsgrünen eine neue Mobilitätsstrategie für das Land Niedersachsen und die Volkswagen AG, den drittgrößten Autokonzern der Welt. "Angesichts von weltweiten Überkapazitäten haben nur die Firmen eine Überlebenschance, die künftig das umweltfreundlichste aller Fahrzeuge anbieten können".
Mit dem Beschluss "Schluss mit dem Sterben der Flüsse" kündigten die Delegierten heftigen Widerstand gegen eine weitere Elbvertiefung an und kritisierten die geplante Vertiefung der Weser. Weitere Emsvertiefungen lehnten sie ebenso ab wie das absurde Kanalprojekt der Landesregierung. Diesen und weitere Beschlüsse im Wortlaut finden Sie im Internet unter www.gruene-niedersachsen.de.
07.02.2009
Mit weiblicher Führungsspitze in den Wahlkampf
Niedersachsens GRÜNE wählen neuen Landesvorstand
Auf der Landesdelegiertenkonferenz in Winsen/Luhe haben die niedersächsischen GRÜNEN am (heutigen) Samstag ihren neuen Landesvorstand gewählt. Als Vorsitzende wurde das Frauen-Duo Dorothea Steiner und Stefanie Henneke aus Syke von den 144 Delegierten gewählt.
"Euer Vertrauen ist Ansporn für mich, einen starken Wahlkampf zu führen", kommentiert Dorothea Steiner aus Osnabrück ihre Wiederwahl zur Landesvorsitzenden. Steiner erhielt im ersten Wahlgang 79 der 144 Delegiertenstimmen. Die Syker Ratsfrau Stefanie Henneke setzte sich ebenfalls im ersten Wahlgang mit 79 Stimmen durch und freut sich über die große Unterstützung gerade "gegen eine so starke Mitbewerberin". Die beiden Frauen setzten sich klar gegen die Landtagsabgeordnete Ina Korter aus Nordenham durch.
Anja Piel aus Hessisch Oldendorf wurde mit 114 Delegiertenstimmen in ihrem Amt bestätigt und wird zusammen mit Hahle Badrnejad-Hahn aus Hildesheim stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes der GRÜNEN für die nächsten zwei Jahre sein. Die Hildesheimerin bekam 108 Delegiertenstimmen. Einziger Mann im Vorstandsquintett ist der 27-jährige Jan Haude, Geschäftsführer des GRÜNEN Stadtverbandes Hannover, der mit 112 Stimmen auf den Posten der Schatzmeisters gewählt wurde.
Steiner, die seit 2007 Landesvorsitzende ist, will sich vor allem auf die beiden Wahlkämpfe in diesem Jahr konzentrieren: "Wenn wir Schwarz-Gelb verhindern wollen, müssen wir GRÜNEN stark werden und unser Stimmenpotential in Niedersachsen voll mobilisieren." Henneke, die ihren Schwerpunkt in der Bildungs- und Sozialpolitik sieht, und Steiner mit dem Schwerpunkt Klima- und Umweltpolitik sind sich einig: "Landesvorsitzende müssen GeneralistInnen sein. Und da ergänzen wir uns sehr gut mit unseren Themenschwerpunkten. Mit dem neuen Landesvorstand sind wir gut aufgestellt für das Wahljahr 2009."































